Berufung: warum "eigentlich"?

Eigentlich ist an und für sich ein kniffliger Ausdruck. Eigentlich möchte ich ausgehen, aber ich bin zu müde. Eigentlich möchte ich einen spannenden Job, aber bloss nicht mehr als 10 km Arbeitsweg. Eigentlich mag ich meine Frau, aber...

 

"Eigentlich" ist fast immer eine Ausrede, und meist keine gute. 

 

Und wie ist das mit der Berufung, die Du eigentlich finden möchtest? 

Der erste Schritt wäre wohl, "eigentlich" zu streichen. Wirklich und wahrhaftig.

Und dann? 

Und dann die ABERS in Grossbuchstaben auflisten

Welche sind relevant? welche irrelevant? 

Die Irrelevanten kannst du streichen.

Die Relevanten nach Lage in Bezug auf deine Komfortzone sortieren (mehr als 10 Kilometer Arbeitsweg sind ziemlich sicher in der Komfortzone, Auswandern mit Familie nach Papua Neuguinea womöglich ausserhalb).

 

In welche Kategorie gehört für dich: gut bezahlten, sicheren Job als Lokführer aufgeben um Gärtner zu werden? Oder: Nicht länger in der Pflege arbeiten, sondern Medizin studieren?

 

Was fühlt sich schwieriger/unmöglicher an? Upgraden oder Downsizen?

 

Mehr demnächst!

 

Foto: Simone Koller

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