Auf den Richtigen warten?

Auf den richtigen Job warten... oder annehmen was das Leben gerade so bereitstellt?

 

Das ist eine Frage die in der Beratung immer wieder zur Sprache kommt. 

Es gibt kein klares Ja oder Nein.

 

Für einen jungen Menschen, der noch nicht viel Berufserfahrung hat und auch nicht so recht weiss wohin die Reise gehen soll, macht es viel Sinn einfach mal auszuprobieren, sozusagen im Ausschlussverfahren. Nein das nicht, nein das nicht  - aber ich habe es probiert!

Für Menschen, die im gelernten Beruf nicht glücklich sind, lohnt es sich zunächst die Gründe für die Unzufriedenheit zu ergründen. Manchmal ist es nicht der Beruf, sondern der Chef, der nicht passt, oder der Arbeitsweg, der zu weit ist, der Lohn, der nirgendwo hin reicht, oder das Prestige das fehlt.

Wenn doch der Beruf selber nicht passt, dann rein in die Recherche: was wäre es wirklich? wo gibt es das? ist es realistisch? kann ich die Zeit für eine Ausbildung oder Weiterbildung überbrücken?
Grundlage für diese Überlegungen sollte stets sein: Wie will ich leben? Was gibt mir Erfüllung und Zufriedenheit? Welche Werte sind mir wichtig? Status? Geld? Sinnhaftigkeit? Wichtigsein? Anpassung? 

Und dann gibt es noch den feinen Unterschied zwischen "Warten" und "aktiv empfänglich" sein, d.h. die Antenne ausgefahren, das Netzwerk aktiviert, die Augen offen, jedoch ohne aktiv nach aussen zu gehen. Bereit auf die Angebote des Lebens einzusteigen.