Ein Plädoyer für Auszeiten

Es ist merkwürdig: ich habe jedes Mal, wenn ich mir eine Auszeit nehme, das Gefühl mir selber deutlich näher zu kommen. Wenn die tägliche Routine wegfällt, wenn meine Augen anderes Licht, meine Ohren andere Geräusche und meine Nase andere Gerüche aufnehmen, dann ist das wie ein Reset für die Sinne, und das schafft unendlichen Raum - und oftmals dehnt sich dann auch die Zeit merklich aus.

 

Es ist als ob eine Art von Hülle fällt und das Gefühl für das Eigentliche, die Essenz gestärkt wird. Aus diesem entblössten Zustand wächst Kreativität und Vision, unmerklich zuerst, doch durchaus wahrnehmbar.

 

Frage: Kann dieser Zustand auch ohne äussere Auszeit realisiert werden?

Meine vorläufige Antwort: Ja - aber!

 

 

Foto: Simone Koller